Solidaritätskollekte für arbeitslose Menschen

Das Bistum Aachen koordiniert und fördert mehr als 30 Projekte und Initiativen für erwerbslose und prekär beschäftigte Menschen aus den Mitteln des Solidaritätsfonds. Dazu gehören auch die „Beratungsstellen Arbeit“, die es in Aachen, Düren, Heinsberg, Krefeld, Kempen-Viersen und Mönchengladbach gibt. Hier findet Beratung für Menschen in prekären Arbeitssituationen, aber ebenso auch in Erwerbslosigkeit und dadurch bedingten prekären Lebenslagen statt.

Durch die wichtige Arbeit dieser Initiativen finden täglich zahlreiche Menschen Unterstützung, Beratung, Bildung und Arbeit und damit die Chance auf Gemeinschaft und ein eigenständiges Leben. Für junge Menschen gibt es außerdem Hilfen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz, begleitende Angebote während der Lehre und sogar Ausbildungsplätze innerhalb des Netzwerks der Initiative, wie zum Beispiel beim Volksverein in Mönchengladbach.

Wichtig dabei: erwerbslose Menschen dürfen nicht allein auf ihre Erwerbslosigkeit reduziert werden. Stattdessen ist die Begegnung auf Augenhöhe wichtig, damit Menschen sich ihrer Würde wieder bewusstwerden können. Sie sollen erkennen, dass sie keine Bittsteller sind, sondern einen Rechtsanspruch auf staatliche Hilfe haben.

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  • Die Flutkatastrophe hat die Menschen im Bistum Aachen an vielen Orten mit voller Wucht getroffen. Auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen wurden von den unfassbaren Zerstörungen in Mitleidenschaft gezogen - unter anderem wurde das Bischöfliche St.-Ursula-Gymnasium in Geilenkirchen stark beschädigt. In Eschweiler musste das St.-Antonius-Hospital mit allen Patienten evakuiert werden. In Kornelimünster standen die Propsteikirche St. Kornelius sowie der Ortskern meterhoch unter Wasser.

     

    Um die Auswirkungen dieser Flutkatastrophe vor allem für betroffene Kinder und Familien zu lindern, hat das Bistum Aachen einen Solidaritätsfonds eingerichtet.  

     

    "Selbstverständlich ist es wichtig, dass rasch und unbürokratisch finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Es wird noch Wochen und Monate dauern, bis die größten Schäden beseitigt sind. Von den seelischen Belastungen ganz zu schweigen. Entscheidend wird aber auch sein, wie wir als Kirche die schwierigen Phasen des Neuanfangs durch unsere Angebote und Nähe menschlich pastoral begleiten. Viele, auch kleine Unternehmer, Händler und Gastronomen standen schon durch die Corona-Pandemie unmittelbar vor dem Aus. Nunmehr ist alles vernichtet", betont Generalvikar Dr. Andreas Frick in einem Interview.



    In einem offenen Brief äußert sich Bischof Dr. Helmut Dieser zu den Folgen des Hochwassers:

     

    "Die schrecklichen Nachrichten über die Naturkatastrophe in unserem Bistum haben mich tief erschüttert. Unvorstellbare Regenmengen haben die Flüsse in eine Zerstörungs- und Todesflutwelle verwandelt, die einem Tsunami gleicht. Immer mehr Todesopfer sind zu beklagen. Viele Menschen haben alles verloren. Die schönen Ortsbilder, die mir sehr vertraut sind, wurden zerstört.

     

    Von Herzen spreche ich allen meine tief empfundene Anteilnahme aus! Das Leid, das viele getroffen hat, die Bilder von Verwüstung und Tod, die wir nun dau­ernd vor Augen haben, die Sprachlosigkeit, das Weinen, die immer neuen Nachrichten, was Schreckliches wem hier und da konkret zugestoßen ist, all das wühlt alle auf, und ich nehme daran aus enger Verbundenheit tiefen Anteil.

     

    Meine Gedanken sind vor allem bei den Menschen, die ihre Angehörigen verloren haben oder vermissen. Ich bete für die Verstorbenen und die Trauernden und für alle, die vor den Ruinen ihrer Existenz stehen. Gott helfe allen nicht zu verzweifeln, sondern neuen Mut zu fassen, und gebe allen, die so schrecklich aus dem Leben gerissen wurden, ihren Platz in seinem Haus, wo sie für immer geborgen sind.

     

    Im Gebet mit allen verbunden

     

    grüße ich Sie herzlich.

     

    Bischof Dr. Helmut Dieser“

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