Deutscher Verein vom Heiligen Lande

Seit mehr als 150 Jahren engagiert sich der Deutsche Verein vom Heiligen Lande (DVHL) für die Menschen im Nahen Osten. Mit Erfahrung und Kompetenz sind wir auf einzigartige Weise im Nahen Osten präsent. Wir fördern den interreligiösen Dialog und das friedenspolitische Engagement und setzen uns dort ein, wo notleidende Menschen schnell und unkompliziert Hilfe brauchen. Mit ihnen treten wir für eine bessere Zukunft ein. Im Spannungsfeld von Judentum, Christentum und Islam stehen wir für Verständigung, Versöhnung und Frieden.

Wir unterstützen kontinuierlich über 20 Einrichtungen, Initiativen und Projekte. Dabei bilden soziale, pädagogische und pastorale Projekte die Schwerpunkte unserer Arbeit. Schulen, Kindergärten, Universitäten, Pflegeheime und Hospize sowie Pfarrgemeinden erhalten finanzielle und personelle Hilfen. Daneben unterhalten wir eigene christliche Einrichtungen wie die deutschsprachige Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem und das Alten- und Pflegeheim Beit Emmaus im Westjordanland.

  • Die heute international unter dem Namen Schmidt's Girls College bekannte Schule ist eine Einrichtung des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande, die im Jahre 1886 gegründet wurde und zu einer wichtigen und anerkannten Bildungsstätte im Heiligen Land geworden ist. Hier erhalten rund 500 arabische Mädchen – christlichen wie muslimischen Glaubens – eine qualifizierte Schulausbildung, von der Vorschule bis zum Abitur. Für bedürftige Schülerinnen übernimmt der Verein das Schulgeld. Zwei Schulabschlüsse, die den Mädchen gute Perspektiven bieten sind möglich: das palästinensische und das deutsche Abitur, letzteres erstmals seit dem Absolventinnenjahrgang 2013/2014.

    Durch ihre Lage in Ostjerusalem ist die Schule den alltäglichen Spannungen ausgesetzt, die aus der besonderen völkerrechtlichen Situation entstehen. Hohe israelische Militär- und Polizeipräsenz in den Straßen, häufige Kontrollen an Checkpoints gehören zur Realität. Dennoch sind den Schülerinnen im Schulalltag die Belastungen und Spannungen nicht anzumerken, die ihnen in der politischen Wirklichkeit widerfahren. Es gelingt offenkundig, mit der Schule einen Lern- und Lebensraum zu schaffen, in dem die Mädchen jung und unbeschwert sein können. Die Schule stellt für die Mädchen einen geschützten Raum dar, in dem sie ihre Fähigkeiten entfalten können.

    Vielleicht möchten auch Sie die Schmidt-Schule und ihre Schülerinnen unterstützen.

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  • Der Deutsche Verein vom Heiligen Lande setzt sich seit über 160 Jahren in seinen eigenen Einrichtungen und verschiedenen sozialen, humanitären, pastoralen und pädagogischen Projekten für hilfsbedürftige Menschen im Heiligen Land ein. Darüber hinaus bringt der Reisedienst des DVHL jährlich zahlreiche christliche Pilger in das Land des Ursprungs ihres Glaubens. Dabei ist uns die Begegnung mit den Menschen vor Ort ein großes Anliegen. Die Menschen und besonders die Christen im Heiligen Land sind auf unsere Solidarität angewiesen.

    Dank Ihrer großherzigen Unterstützung kann der Deutsche Verein vom Heiligen Lande seine Hilfe für die Menschen im Heiligen Land aufrechterhalten. Mit Ihrer freien Spende ermöglichen Sie dem DVHL, in Notsituationen schnell und unbürokratisch zu helfen. Schon ein kleiner Beitrag kann sehr viel bewirken! Gerne können Sie auch ein bestimmtes Projekt unterstützen.

     

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  • Beit Emmaus ('Haus Emmaus') ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind. 

    Seit mehr als 30 Jahren sorgen Schwestern der Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen für die alten Frauen, die hier die letzten Jahre ihres Lebens verbringen. Offenheit, Herzlichkeit, individuelle Betreuung und ein hohes Maß persönlicher Zuwendung prägen die Atmosphäre dieses Hauses und die tägliche Arbeit.

    In der angegliederten Pflegeschule, einem gemeinsamen Projekt des DVHL, der Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen und der Bethlehem-Universität, erhalten junge Palästinenser/innen eine Ausbildung zur Krankenschwester/zum Krankenpfleger und stehen anschließend für den dringend benötigten Einsatz in Krankenhäusern und Kliniken zur Verfügung.

    Emmaus liegt nur wenige Kilometer von Ramallah und Jerusalem entfernt in der sogenannten Westbank. Diese Lage und der Bau der israelischen Sperrmauer haben die Arbeit der Schwestern in den vergangenen Jahren sehr erschwert. Immer wieder wurden Straßen und Zufahrtswege blockiert, unterbrochen oder abgeriegelt und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Dringende Fahrten zum Markt, zur Bank, zu Ärzten oder gar ins Krankenhaus waren nur über Schleichwege unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht möglich. Leider kommen dadurch auch immer weniger Pilgergruppen ins Haus, die dem Heim in der Vergangenheit mit ihren Besuchen stets große Solidarität bekundet haben.

    Der laufende Betrieb unserer Einrichtungen in Emmaus kann nicht ohne große Zuschüsse aufrechterhalten werden. Daher tragen wir mit Hilfe unserer Wohltäter die Hauptlast und sind Ihnen für Ihre großzügige Unterstützung sehr dankbar.

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  • Die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion zählt zu den beeindruckendsten Gebäuden der Jerusalemer Altstadt. Durch ihre Berglage prägt sie das Stadtbild auf imposante Weise noch kilometerweit.

    Die ansässige Mönchsgemeinschaft lebt nach der Regel des heiligen Benedikts und unter der Weisung des Abtes an zwei Orten: in der Abtei in Jerusalem und im Priorat in Tabgha. Neben ihrem berühmten Klosterladen ist die Dormitio vor allem für ihre Funktion als Treffpunkt für das ökumenische und interreligiöse Gespräch bekannt.

    Seit Anbeginn ist die Gemeinschaft der Dormitio-Abtei deutschsprachig, weshalb auch die Gottesdienste bis heute weitgehend in deutscher Sprache gefeiert werden. Gleichzeitig ist aber auch jede Mönchsgeneration eine bunte Mischung von Brüdern aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Sprachen.

    Damit ist die Gemeinschaft ein Abbild der pilgernden Kirche insgesamt: Fremde, die Gast sind in einem fernen Land, gemeinsam auf dem Weg zu Gott.

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  • Das Benediktiner-Priorat Tabgha am Nordwestufer des Sees Gennesaret liegt am überlieferten Ort der wunderbaren Brotvermehrung. Zusammen mit der Dormitio-Abtei auf dem Jerusalemer Zionsberg bildet das Kloster eine Mönchsgemeinschaft, beide Klöster mit ihren Kirchen sind Eigentum des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande.

    Die Brotvermehrungskirche mit den berühmten byzantinischen Mosaiken, das Kloster (Neubau 2007-2012) und die Begegnungsstätte Beit Noah bilden neben dem Pilgerhaus Tabgha den zweiten Schwerpunkt des DVHL-Geländes am See Gennesaret. Zu den Aufgaben der Benediktiner zählen besonders die Sorge um den heiligen Ort und um die Pilger sowie die Gastfreundschaft.

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  • Die „Internationale Jugend- und Behindertenbegegnungsstätte Beit Noah“ gehört zu Kirche und Kloster am Ort der Brotvermehrung und will insbesondere der Botschaft der Barmherzigkeit Gottes Ausdruck geben.
    Beit Noah versteht sich als letztlich unpolitische Plattform, gedacht als Treffpunkt vor allem für Menschen aus verschiedenen sozialen Einrichtungen in Israel und Palästina sowie aus der ganzen Welt. Im Vordergrund steht das friedliche Miteinander von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Sprachen. Tabgha ist in dieser Weise ein Ort für viele: für Juden, Christen und Muslime, für Menschen mit und ohne Behinderungen, für einheimische Sozialeinrichtungen und für europäische Jugendgruppen. Beim gemeinsamen Spielen und Baden, Kochen und Lernen können sich Menschen verschiedener Herkunft leicht näher kommen.Wechselseitiges Kennenlernen fördert Akzeptanz und Respekt, neue Freundschaften können entstehen.
    Begleitet und betreut werden die Gäste während ihres Aufenthaltes von einem Team internationaler Freiwilliger und angestellter Mitarbeiter.

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