Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus

Unsere Ordensgemeinschaft setzt den Auftrag Jesu an die Gründerin Franziska Schervier „Seelen retten - Wunden heilen“ durch ihre Lebensgestaltung und ihren Einsatz in der heutigen Zeit fort. Dieser Sendungsauftrag wird in der Akzeptanz der menschlichen Verschiedenheit und einem wertschätzenden, respektvollen Umgang im Miteinander deutlich. Jeder Mensch wird in seiner Ganzheit gesehen, in seiner Individualität und den damit verbundenen Bedürfnissen an- und ernstgenommen.

Wir Schwestern leben gemeinsam in der Nachfolge Jesu und richten danach unser Handeln aus. Wir gestalten unser Gemeinschaftsleben aus der franziskanischen Spiritualität und schöpfen daraus Kraft für unsere Aufgaben. Es ist geprägt von der Mitverantwortung und Mitbeteiligung aller nach ihren jeweiligen Möglichkeiten. Im Gebet und in einem Leben aus dem Glauben erfahren wir Stärkung und Vertiefung der eigenen Gottesbeziehung und Ermutigung in allen Lebensphasen.

Diese religiöse Kraft wird besonders erfahrbar in unserem sozialen und seelsorglichen Engagement für die Armen und jene, die am Rande der Gesellschaft stehen. Wir leben unsere Solidarität im Dienst am Nächsten durch Gebet und konkrete Unterstützung und Hilfestellung vor allem für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Suchende und interessierte Menschen erhalten Begleitung und Ermutigung zur Bewältigung ihrer Lebenssituation sowie Orientierung, Austauschmöglichkeiten und Impulse für ihr Leben aus dem Glauben

  • Die Franziska-Schervier-Stube in der Aachener Innenstadt ist ein Angebot für Menschen in Not. Zu den Besuchern gehören Wohnungslose, Menschen mit niedriger Sozialhilfe, Suchtkranke, Arbeitslose oder auch stark Vereinsamte. Träger dieser Einrichtung sind die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus.

    Montags bis samstags wird in der Zeit von 8:15 Uhr bis 11:30 Uhr ein Frühstück angeboten. Die Gäste zahlen hierfür einen symbolischen Betrag von 50 Cent. Der überwiegende Teil der Gäste sind Männer im Alter zwischen 20 und 75 Jahren, wobei die zunehmende Altersarmut auch anhand der Besucher der Stube zu erleben ist.

    Im Speiseraum finden 32 Gäste gleichzeitig Platz, außerdem verfügt die Einrichtung über Sanitärräume für Frauen und Männer. Eine Wäschestube rundet die Versorgung ab. Täglich besuchen die Einrichtung etwa 80 bis 100 Personen. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer sind behilflich beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen und vermitteln auch weiter an Fachberatungsstellen sowie das Sozialamt.

    Seit Gründung der Ordensgemeinschaft vor mehr als 170 Jahren ist es ein vornehmliches Anliegen, Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten zu helfen. So gab es bereits zu Zeiten der Ordensgründerin Franziska Schervier die sogenannte Armenspeisung in Aachen. Nach mehrmonatigen Umbauarbeiten konnte im Jahr 1995 die Franziska-Schervier-Stube eröffnet werden. Die Räumlichkeiten befinden sich innerhalb des Klostergebäudes, der Zugang erfolgt über das große Tor in der Kleinmarschierstraße 47/49.

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  • Warum Sibirien? Schwester M. Elisabeth, Ordensschwester unserer Gemeinschaft, hat mit finanzieller und ideeller Unterstützung deutscher Spender und Partnerorganisationen über viele Jahre die Caritasarbeit im postkommunistischen Russland aufgebaut. Sechs Jahre lang hat auch Schwester Maria Ursula, gemeinsam mit Schwestern der Missionarinnen Christi, diesen Aufbau vor Ort unterstützt.

    Beide Schwestern leben und arbeiten inzwischen wieder in Deutschland, aber die Verbundenheit und der Kontakt zu den Caritasmitarbeitern vor Ort bleibt, und auch die Nöte und Sorgen der Menschen haben wir nach der Rückkehr unserer Schwestern nicht einfach hinter uns gelassen. Die Unterstützung der Caritasarbeit liegt uns weiterhin sehr am Herzen. Ebenso wie Franziska Schervier zur damaligen Zeit, helfen die Caritasmitarbeiter heute vor Ort Wunden zu heilen und Seelen zu retten. Dazu sind sie weiterhin auf solidarische Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Diese können wir nur mit Ihrer Unterstützung leisten!

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